Über Projekt-Orgelmaus

Was möchten wir erreichen?

Über Projekt Orgelmaus

„Projekt Orgelmaus“ ist ein Bildungs- und Kulturkommunikationsprojekt der Bayerischen Sparkassenstiftung in Kooperation mit dem Kulturreferat der Stadt Regensburg. Mit dem Projekt sollen neue Möglichkeiten der kulturellen Wissensvermittlung an ältere Kinder und Jugendliche erprobt und umgesetzt werden. Dabei wird, neben einer informativen und spannenden Geschichte, viel Wert auf leicht zu nutzende Medien gelegt. Diese Medien sollen nicht nur einfach aufzurufen und zu benutzen sein, sondern ebenso auf jedem Endgerät – Smartphone, Tablett, Notebook und Schreibtischrechner – gut lesbar darstellbar sein. Das Ergebnis sehen Sie hier: Ein Blog, dass auf jedem der genannten Geräte einfach zu bedienen und zu lesen ist und sich ebenso einfach über unterschiedlichste soziale Medien teilen lässt. Denn die Abenteuer der Orgelmaus sind eine sogenannte „Transmedia Storytelling“-Erzählung. Eine Geschichte, die multimedial, aber auch strategisch und künstlerisch unterschiedlichste Kanäle nutzt, um mit möglichst vielen interessierten Menschen viral in Berührung zu kommen.

Über einen festgelegten Zeitraum (Februar bis Juni 2015) wird auf zwei erzählerischen Ebenen über eine 1627 durch den Nürnberger Stephan Cuntz gefertigte Orgel aus dem Bestand des Historischen Museums Regensburg berichtet. Die eine Ebene sind die Abenteuer unserer jungen Maus, die mehr als unwillig ihrem Ruf als Nachfolgerin einer langen Reihe von Orgelmäusen – die Hüter und Bewahrer der Cuntz-Orgel seit Jahrhunderten – folgen soll. Die andere Ebene sind die musikalischen und historischen Fakten, die das alte und ehrwürdige Instrument betreffen. Beide Ebenen verschwimmen, in der einem Blog üblichen chronologischen Erzählweise, zu einem Geschichtenstrom, der aber jederzeit auch getrennt genutzt werden kann.

Anlass und Thema der Präsentation ist die von der Firma Eule in Bautzen durchgeführte Restaurierung des historischen Instruments, die vom Sparkassenverband Bayern und der Sparkasse Regensburg gefördert wird. Höhepunkt wird nach Abschluss der Maßnahme ein Cuntz-Orgel-Konzert in der Regensburger Minoritenkirche sein.

Initiiert wurde das Projekt von Dr. Krüger, Geschäftsführender Vorstand der Sparkassenstiftung, und Klemens Unger, Kulturreferent der Stadt Regensburg. Mit der Realisierung betraut ist der Social-Media-Experte Frank Tentler, die Autorin Wibke Ladwig und der Social-Media-Redakteur Christian Spließ, unterstützt von der auf städtischer Seite für die Projektbegleitung zuständigen Mitarbeiterin des Museums, Karin Geiger.

UngerKlemens Unger, Kulturreferat Regensburg:

Internet-Kommunikation ist im kulturellen Bereich längst keine Zukunftsvision mehr, sondern allgegenwärtig. Auch wir als kommunale Kulturinstitution wollen mit dieser Entwicklung Schritt halten und die vielfältigen Möglichkeiten des Web 2.0 für unsere Anliegen nutzen. Wir möchten neue Wege gehen, um unsere Reichweite zu erhöhen und unseren Bekanntheitsgrad zu steigern – schlicht: wie möchten mehr Menschen für kulturelle Angebote aller Art begeistern.

Was würde sich für einen ersten Testlauf in Sachen Social Media besser anbieten, als das Grundthema Musik? Musik verbindet Menschen seit jeher; sie bewegt, schafft Freude, weckt Erinnerungen und Emotionen. In ganz besonderer Weise gilt dies für einen Teilbereich, der heutzutage eher ein Nischendasein fristet und nur bei Kennern und Eingeweihten die angemessene Würdigung findet: die Orgelmusik.

Allgemein gelten alte Instrumente wie die Orgel heute verbreitet als angestaubt und nicht mehr zeitgemäß. Gerade Kinder und Jugendliche finden Orgelmusik, aber auch klassische Musik generell „uncool“ oder schlicht langweilig. Erfolgreiche Ausnahmen bilden bestenfalls publikumswirksame Mainstream-Phänomene populärer Klassik, wobei die Orgel dabei bislang vergleichsweise wenig Beachtung – oder sollte man sagen: Gehör? – findet.

Mit dem „Projekt Orgelmaus“ möchten wir anhand eines konkreten Beispiels mit Hilfe des Mediums „Storytelling“ das hochkomplexe Instrument Orgel und die darauf zu spielenden Kompositionen einer breiteren Öffentlichkeit näherbringen. Unser besonderes Augenmerk liegt dabei auf den nachkommenden Generationen. Speziell bei Kindern und Jugendlichen möchten wir auf spielerische Art Interesse, Verständnis und Gespür für diesen wichtigen Bestandteil unserer kulturellen Tradition wachrufen.

Anlass: Die Restaurierung einer historischen Orgel

Der eigentliche Anlass dieses Vorhabens ist die derzeit stattfindende aufwändige Restaurierung der sogenannten „Cuntz-Orgel“, die ein äußerst wertvolles Zeugnis der – nicht nur regionalen – Orgelgeschichte darstellt. Vor beinahe 400 Jahren, im Jahr 1627, wurde dieses Kleinod von dem begnadeten Orgelbauer Stephan Cuntz in Nürnberg gefertigt und gelangte auf Umwegen (leider ist die Provenienz nur lückenhaft bekannt) im Jahr 1929 in die städtischen Sammlungen Regensburgs. Davor stand die Orgel lange Zeit in der Willibaldskirche des oberpfälzischen Dorfes Traunfeld, wo sie zuletzt, unspielbar geworden, keinen Nutzen mehr hatte.

In der derzeit stattfindenden Restaurierung, durchgeführt von der Firma Eule in Bautzen, soll der Ur-Zustand des Positivs, das allein im 19. und 20. Jahrhundert mehreren Instandsetzungen mit teils erheblichen Veränderungen unterzogen wurde, soweit als möglich wiederhergestellt werden.

Das Ergebnis dieses langwierigen und alle Fachkompetenz fordernden Prozesses, der die komplette Zerlegung des Instruments beinhaltet, wird am 7. Juni 2015 in einer festlichen Matinée in der Regensburger Minoritenkirche, seit langem „Heimat“ der Cuntz-Orgel, zu sehen und zu hören sein. Gespielt wird die Orgel an diesem Tag von Prof. Norbert Düchtel, seines Zeichens Hochschuldozent und gefragter Konzertorganist.

Unser besonderer Dank gilt der Bayerischen Sparkassenorganisation und der Sparkasse Regensburg, die diese umfassende, mit hohem finanziellen Aufwand verbundene Maßnahme mit Fördermitteln unterstützen.

Ein Gedanke zu “Über Projekt-Orgelmaus

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